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Innovationsworkshop

Auf einen Blick: Ein Innovationsworkshop ist ein strukturiertes, moderiertes Arbeitsformat, in dem Teams innerhalb weniger Stunden oder Tage konkrete Innovationsideen entwickeln. Er kombiniert Methoden wie Design Thinking, Business Model Canvas und kreative Techniken, um von der Problemstellung zur greifbaren Lösung zu gelangen.

Definition: Was ist ein Innovationsworkshop?

Ein Innovationsworkshop ist ein zeitlich begrenztes, intensives Arbeitsformat, bei dem ein interdisziplinäres Team unter professioneller Moderation innovative Lösungen für konkrete Herausforderungen erarbeitet. Im Unterschied zu einem klassischen Meeting hat ein Innovationsworkshop einen klaren methodischen Rahmen, definierte Ergebnisse und setzt auf aktive Mitarbeit aller Teilnehmer.

Innovationsworkshops sind ein zentrales Werkzeug im Innovationsmanagement und können verschiedene Ziele verfolgen: neue Geschäftsideen generieren, bestehende Geschäftsmodelle weiterentwickeln, Produkte oder Services verbessern oder die Innovationskultur im Unternehmen stärken.

Typische Workshop-Formate

  • Ideation Workshop (halber bis ganzer Tag): Fokus auf die Generierung möglichst vieler Ideen zu einer definierten Fragestellung. Einsatz von Kreativitätstechniken und strukturierter Bewertung
  • Design Thinking Workshop (2-3 Tage): Nutzerzentrierter Prozess von der Problemanalyse über Ideation bis zum Prototyp. Ideal für komplexe Problemstellungen
  • Business Model Workshop (1-2 Tage): Entwicklung neuer Geschäftsmodelle mit dem Business Model Canvas und dem Value Proposition Canvas
  • Design Sprint (5 Tage): Komprimierter Prozess nach Google Ventures – von der Challenge zum getesteten Prototyp in einer Woche
  • Strategy Workshop (1-2 Tage): Entwicklung der Innovationsstrategie mit SWOT-Analyse, Trendanalyse und Roadmap-Planung

Ablauf eines Innovationsworkshops

Ein typischer eintägiger Innovationsworkshop folgt diesem Ablauf:

  1. Opening & Framing (30 Min.): Begrüßung, Ziele klären, Challenge vorstellen, Spielregeln vereinbaren. Wichtig: Alle Teilnehmer auf denselben Stand bringen
  2. Inspiration & Empathie (60 Min.): Kundeninsights teilen, Trends vorstellen, Customer Journey analysieren. Basis für informierte Ideengenerierung schaffen
  3. Ideation (90 Min.): Kreative Phase mit verschiedenen Techniken: Brainstorming, Brainwriting, Analogie-Transfer, „How Might We“-Fragen. Quantität vor Qualität
  4. Clustering & Bewertung (45 Min.): Ideen gruppieren, priorisieren und die vielversprechendsten auswählen. Methoden: Dot-Voting, Impact/Effort-Matrix
  5. Konzeptentwicklung (90 Min.): Top-Ideen in Business Model Canvas oder Lean Canvas ausarbeiten. Erste Wertversprechen formulieren
  6. Pitch & Next Steps (45 Min.): Teams präsentieren ihre Konzepte. Feedback, Priorisierung und konkrete nächste Schritte definieren

Die wichtigsten Methoden im Workshop

  • Design Thinking: Nutzerzentrierter Innovationsansatz in 5 Phasen – vom Verstehen bis zum Testen
  • Business Model Canvas: Visualisierung von Geschäftsmodellen auf einer Seite – ideal für schnelle Geschäftsmodell-Prototypen
  • Jobs-to-be-Done: Kundenbedürfnisse aus der Perspektive der „Jobs“ verstehen, die Kunden erledigen wollen
  • Blue Ocean Strategy Tools: Strategy Canvas und ERSK-Grid, um neue Marktchancen zu identifizieren
  • Kreativitätstechniken: Brainstorming, 6-3-5, SCAMPER, Analogie-Transfer, Random Input – je nach Fragestellung wählen
  • Rapid Prototyping: Ideen schnell greifbar machen mit Papier-Prototypen, Storyboards oder Click-Dummies

Innovationsworkshops für KMU

Für kleine und mittlere Unternehmen sind Innovationsworkshops besonders wertvoll:

  • Kompaktes Format: In nur 1-2 Tagen entstehen konkrete, umsetzbare Ideen – kein wochenlanges Strategieprojekt nötig
  • Teambuilding-Effekt: Workshops brechen Silos auf und fördern bereichsübergreifendes Denken
  • Kundenperspektive integrieren: Laden Sie einen oder zwei Kunden zum Workshop ein – der direkteste Weg zu marktrelevanten Ideen
  • Externe Moderation empfohlen: Ein erfahrener Innovationsberater als Moderator sichert Methodik, Neutralität und Ergebnisorientierung
  • Geschäftsführung einbinden: Die Teilnahme der Führungsebene signalisiert Priorität und beschleunigt spätere Entscheidungen
  • Nachbereitung sichern: Der häufigste Fehler: Tolle Workshop-Ergebnisse versanden im Alltag. Definieren Sie am Workshop-Ende konkrete Owner und Deadlines

Erfolgsfaktoren für maximalen Output

  • Klare Challenge: Je präziser die Fragestellung, desto fokussierter und hilfreicher die Ergebnisse
  • Diverse Teilnehmer: Mischen Sie Abteilungen, Hierarchieebenen und Perspektiven – 6-12 Personen ist die ideale Gruppengröße
  • Professionelle Moderation: Ein erfahrener Moderator hält Energie hoch, managt die Zeit und sorgt für gleichberechtigte Beteiligung
  • Inspirierender Raum: Raus aus dem Besprechungszimmer – Kreativität braucht Tapetenwechsel, Whiteboards und bewegliche Möbel
  • Prototypen statt PowerPoint: Ergebnisse greifbar machen, statt nur darüber zu reden
  • Follow-up sichern: Workshop-Ergebnisse in konkrete Projekte mit Verantwortlichen und Timelines überführen

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein Innovationsworkshop?

Die Kosten für einen professionell moderierten Innovationsworkshop liegen typischerweise zwischen 2.000 und 8.000 Euro pro Tag – abhängig von Moderator, Teilnehmerzahl und Komplexität. Hinzu kommen eventuell Raummiete und Material. Für KMU gibt es Förderprogramme, die einen Teil der Kosten übernehmen.

Wie viele Teilnehmer sollte ein Innovationsworkshop haben?

Die ideale Gruppengröße liegt bei 6-12 Personen. Unter 6 fehlt die Perspektivenvielfalt, über 12 wird die aktive Beteiligung schwierig. Bei größeren Gruppen empfiehlt sich die Aufteilung in parallele Kleingruppen von 4-6 Personen mit gemeinsamen Plenumsphasen.

Kann man Innovationsworkshops auch online durchführen?

Ja, Online-Innovationsworkshops funktionieren gut mit Tools wie Miro, Mural oder FigJam. Wichtig: Kürzere Sessions (max. 3-4 Stunden), mehr Pausen, klare Moderationsregeln und vorab verteilte Materialien. Hybridformate sind möglich, aber anspruchsvoll in der Moderation.

Was passiert nach dem Innovationsworkshop?

Nach dem Workshop sollten die Ergebnisse innerhalb von 48 Stunden dokumentiert und an alle Teilnehmer verteilt werden. Die priorisierten Ideen werden in Validierungsprojekte überführt – idealerweise mit Lean-Startup-Methoden. Ein Follow-up-Termin nach 4-6 Wochen sichert die Umsetzung.

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