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Freemium-Modell

Freemium-Modell

Definition

Das Freemium-Modell ist ein Erlösmodell, bei dem eine Basisversion kostenlos angeboten wird, während erweiterte Funktionen kostenpflichtig sind. Der Begriff kombiniert „Free“ und „Premium“.

Warum Freemium funktioniert

Freemium senkt die Einstiegsbarriere auf null. Nutzer können das Produkt testen, bevor sie zahlen. Wenn der kostenlose Teil genug Wert liefert und gleichzeitig den Wunsch nach mehr weckt, konvertieren Nutzer zu zahlenden Kunden.

Die Freemium-Balance

Die größte Herausforderung: Die richtige Balance zwischen Free und Premium finden.

Zu viel Free: Niemand sieht Grund zu upgraden → keine Einnahmen

Zu wenig Free: Nutzer sehen keinen Wert → keine Registrierungen

Optimal: Free zeigt den Wert, Premium löst echte Painpoints

Freemium-Strategien

Feature-Limited

Grundfunktionen kostenlos, erweiterte Features kostenpflichtig.

Beispiel: Spotify (Werbung + Shuffle) vs. Premium (werbefrei + Download)

Capacity-Limited

Begrenzte Nutzung kostenlos, mehr Kapazität kostenpflichtig.

Beispiel: Dropbox (2GB Free vs. 2TB Premium)

Time-Limited

Kostenlose Testphase, dann Bezahlung nötig.

Beispiel: Netflix 30-Tage-Trial (technisch kein echtes Freemium)

Seat-Limited

Einzelnutzer kostenlos, Teams kostenpflichtig.

Beispiel: Slack (begrenzte Features für kleine Teams)

Erfolgreiche Freemium-Beispiele

Spotify: ~45% Conversion zu Premium, Werbung monetarisiert Free-Nutzer

Zoom: 40-Minuten-Limit treibt Business-Nutzer zu Premium

LinkedIn: Basis-Netzwerk kostenlos, Recruiter/Sales Navigator Premium

Canva: Grundfunktionen kostenlos, Pro-Features für Power-User

Wichtige Metriken

Free-to-Paid Conversion Rate: Typisch 2-5%, Top-Performer 10%+

Time to Convert: Wie lange dauert es vom Sign-up bis zum Upgrade?

Feature Adoption: Welche Premium-Features werden am meisten gewünscht?

Viral Coefficient: Bringen Free-Nutzer neue Nutzer? (Netzwerkeffekt)

Vor- und Nachteile

Vorteile

– Niedrige Einstiegsbarriere → hohe Nutzerzahlen

– Virale Verbreitung durch kostenlose Nutzer

– Produkt verkauft sich selbst (Product-Led Growth)

Nachteile

– Hohe Serverkosten für Non-Paying Users

– Schwierige Balance zwischen Free und Premium

– Niedrige Conversion Rates können frustrieren

Häufige Fragen

Wann eignet sich Freemium?

Bei digitalen Produkten mit niedrigen Grenzkosten, großem Markt, und wenn der Free-Teil virales Wachstum ermöglicht.

Was ist eine gute Conversion Rate?

2-5% ist typisch für B2C, 10-20% für B2B-Freemium. Wichtiger als die Rate ist der absolute Umsatz und LTV.

Wie erhöhe ich die Conversion Rate?

Premium-Features am Schmerzpunkt positionieren, In-App-Upgrade-Prompts, zeitlich begrenzte Angebote, klare Wertdemonstration.

Ist Freemium für B2B geeignet?

Ja, aber anders: Oft kostenlos für Einzelpersonen, bezahlt für Teams (Slack, Notion, Figma).

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