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Geschäftsmodell-Muster (Business Model Patterns)

Geschäftsmodell-Muster (Business Model Patterns)

Definition

Geschäftsmodell-Muster (englisch: Business Model Patterns) sind wiederkehrende Erfolgsrezepte, die beschreiben, wie Unternehmen Wert schaffen und monetarisieren. Der St. Galler Business Model Navigator identifiziert 55+ solcher Muster, die sich in verschiedenen Branchen und Kontexten bewährt haben.

Warum Geschäftsmodell-Muster wichtig sind

Statt das Rad neu zu erfinden, können Unternehmen von bewährten Mustern lernen. Laut Forschung der Universität St. Gallen basieren über 90% aller erfolgreichen Geschäftsmodell-Innovationen auf der kreativen Rekombination existierender Muster.

Bei Point of New nutzen wir diese Patterns systematisch, um für unsere Kunden innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln – schneller und mit höherer Erfolgswahrscheinlichkeit.

Die wichtigsten Geschäftsmodell-Muster im Überblick

Erlösmodell-Muster

Freemium: Basisversion kostenlos, Premium-Features kostenpflichtig (Spotify, Dropbox)

Subscription: Wiederkehrende Zahlungen für kontinuierlichen Zugang (Netflix, Adobe Creative Cloud)

Razor and Blade: Günstiges Basisprodukt, teure Verbrauchsmaterialien (Nespresso, Gillette)

Pay-per-Use: Zahlung nach tatsächlicher Nutzung (AWS, Car2Go)

Wertschöpfungs-Muster

Layer Player: Spezialisierung auf eine Stufe der Wertschöpfungskette (TSMC für Chip-Fertigung)

Orchestrator: Koordination eines Netzwerks von Partnern (Apple mit Zulieferern)

Integrator: Vertikale Integration mehrerer Wertschöpfungsstufen (Tesla)

Kundenbeziehungs-Muster

Lock-in: Hohe Wechselkosten binden Kunden (Apple-Ökosystem)

Long Tail: Viele Nischenprodukte statt weniger Bestseller (Amazon)

Customer Loyalty: Belohnungssysteme für Treue (Miles & More)

Erfolgreiche Beispiele aus der Praxis

IKEA – Flat Pack + Self-Service: Kombiniert mehrere Muster: Kunden übernehmen Transport und Montage, was niedrigere Preise ermöglicht.

Nespresso – Razor and Blade + Lock-in: Günstige Maschinen, teure Kapseln, proprietäres System.

Airbnb – Two-Sided Platform + Asset-Light: Vermittelt ohne eigene Immobilien zwischen Gastgebern und Gästen.

So nutzen Sie Geschäftsmodell-Muster

Schritt 1: Analysieren Sie Ihr aktuelles Geschäftsmodell mit dem Business Model Canvas.

Schritt 2: Identifizieren Sie die Muster, die Ihr aktuelles Modell prägen.

Schritt 3: Explorieren Sie alternative Muster aus anderen Branchen.

Schritt 4: Rekombinieren Sie Muster kreativ für Ihren Kontext.

Schritt 5: Testen Sie neue Kombinationen als MVP.

Vorteile der Pattern-basierten Innovation

– Schnellere Ideenfindung durch bewährte Vorlagen

– Geringeres Risiko durch erprobte Konzepte

– Inspiration aus branchenfremden Erfolgsmodellen

– Strukturierter Ansatz statt Brainstorming ins Blaue

Häufige Fragen

Wie viele Geschäftsmodell-Muster gibt es?

Der St. Galler Business Model Navigator definiert 55 Grundmuster. Andere Frameworks identifizieren zwischen 30 und 100+ Patterns. Entscheidend ist nicht die Anzahl, sondern die kreative Anwendung.

Kann man mehrere Muster kombinieren?

Ja, die erfolgreichsten Geschäftsmodelle kombinieren typischerweise 2-4 Muster. Apple kombiniert beispielsweise Ecosystem Lock-in, Razor and Blade (iPhone + Apps), und Experience Selling.

Funktionieren Muster branchenübergreifend?

Absolut. Die größten Innovationen entstehen oft durch Transfer erfolgreicher Muster in neue Branchen. Das Subscription-Modell von Netflix wurde auf Software (Adobe), Autos (Volvo Care) und sogar Rasierer (Dollar Shave Club) übertragen.

Wo finde ich alle 55 Muster?

Das Buch „The Business Model Navigator“ von Gassmann, Frankenberger und Csik beschreibt alle 55 Muster im Detail. Bei Point of New arbeiten wir mit einem erweiterten Katalog inklusive neuerer digitaler Muster.

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