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Innovationsstrategie

Innovationsstrategie

Definition

Eine Innovationsstrategie definiert, wie ein Unternehmen systematisch Innovationen plant und umsetzt, um langfristige Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Sie legt fest, in welchen Feldern innoviert wird, welche Ressourcen eingesetzt werden und wie hoch das Ambitionsniveau ist.

Warum jedes Unternehmen eine Innovationsstrategie braucht

Ohne klare Strategie wird Innovation zum Zufallsprodukt. Unternehmen mit definierter Innovationsstrategie erzielen laut PwC 33% höhere Umsätze aus neuen Produkten als Unternehmen ohne klaren Fokus.

Bei Point of New entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden maßgeschneiderte Innovationsstrategien, die zur Unternehmensstrategie passen und realistisch umsetzbar sind.

Die 4 Grundtypen der Innovationsstrategie

1. Technologieführerschaft (First Mover)

Ziel: Erster am Markt mit neuen Technologien und Produkten.

Vorteile: Premium-Preise, Markenpositionierung als Innovator

Risiken: Hohe F&E-Kosten, Marktrisiko

Beispiel: Apple mit iPhone, Tesla mit E-Autos

2. Fast Follower

Ziel: Schnelle Übernahme und Verbesserung von Pionier-Innovationen.

Vorteile: Geringeres Risiko, Lernen aus Fehlern der Pioniere

Risiken: Immer einen Schritt hinterher, Margendruck

Beispiel: Samsung folgt Apple, viele asiatische Hersteller

3. Kostenführerschaft durch Innovation

Ziel: Prozessinnovationen zur Kostensenkung.

Vorteile: Preisvorteile, schwer kopierbare Effizienz

Risiken: Fokus auf Effizienz kann Kreativität hemmen

Beispiel: IKEA, Aldi, Ryanair

4. Nischenspezialisierung

Ziel: Tiefe Innovation in eng definierten Marktsegmenten.

Vorteile: Spezialistenstatus, hohe Margen

Risiken: Abhängigkeit von Nische, begrenztes Wachstum

Beispiel: Hidden Champions im DACH-Raum

Die 5 Schritte zur Innovationsstrategie

Schritt 1 – Analyse: Wo stehen wir? SWOT-Analyse, Innovationsaudit, Wettbewerbsanalyse.

Schritt 2 – Vision: Wo wollen wir hin? Innovationsvision, strategische Suchfelder definieren.

Schritt 3 – Fokus: Was priorisieren wir? Geschäftsmodell-, Produkt-, Prozess- oder Service-Innovation?

Schritt 4 – Ressourcen: Was investieren wir? Budget, Personal, Zeit, externe Partner.

Schritt 5 – Umsetzung: Wie setzen wir um? Innovationsmanagement-Strukturen, Prozesse, KPIs.

Innovationsportfolio: Die richtige Balance

Die „70-20-10“-Regel von Google bietet Orientierung:

70% Core: Inkrementelle Verbesserungen des Kerngeschäfts

20% Adjacent: Erweiterungen in angrenzende Bereiche

10% Transformational: Disruptive, langfristige Wetten

Die genaue Verteilung hängt von Branche, Risikotoleranz und strategischen Zielen ab.

Erfolgsfaktoren für die Strategieumsetzung

Top-Management-Commitment: CEO als sichtbarer Innovations-Champion

Klare Verantwortlichkeiten: Wer treibt Innovation? Chief Innovation Officer?

Ressourcenallokation: Geschütztes Budget, das nicht im Tagesgeschäft aufgeht

Methoden & Prozesse: Design Thinking, Lean Startup etc.

Kulturwandel: Fehlertoleranz, Experimentierfreude, Querdenken fördern

Häufige Fragen

Wie oft sollte die Innovationsstrategie überprüft werden?

Mindestens jährlich, bei schnellen Marktveränderungen quartalsweise. Die Strategie muss leben und sich anpassen – kein Dokument für die Schublade.

Wie viel Budget braucht Innovation?

Branchenabhängig zwischen 3-15% des Umsatzes. Wichtiger als die absolute Höhe ist die strategische Allokation und konsequente Nutzung.

Wer sollte die Innovationsstrategie entwickeln?

Die Geschäftsführung gemeinsam mit Schlüsselmitarbeitern aus verschiedenen Bereichen. Externe Innovationsberater können wertvolle Impulse und Methodik einbringen.

Was tun, wenn die Strategie nicht funktioniert?

Ursachenanalyse: Liegt es an der Strategie selbst oder an der Umsetzung? Meist scheitert es an mangelnder Konsequenz, fehlenden Ressourcen oder kulturellen Barrieren – nicht an der Strategie.

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