Innovationsworkshop
Definition
Ein Innovationsworkshop ist eine moderierte Veranstaltung, bei der Teams in kompakter Zeit kreative Lösungen für geschäftliche Herausforderungen entwickeln. Im Gegensatz zu klassischen Meetings steht die aktive Zusammenarbeit mit kreativen Methoden im Vordergrund.
Warum Innovationsworkshops funktionieren
Der Workshop-Kontext schafft einen geschützten Raum abseits des Tagesgeschäfts. Interdisziplinäre Teams bringen unterschiedliche Perspektiven ein, und strukturierte Methoden verhindern, dass Ideenfindung im Sand verläuft.
Bei Point of New führen wir jährlich über 30 Innovationsworkshops durch – von halbtägigen Ideation-Sessions bis zu mehrtägigen Design Thinking Sprints.
Die 5 Phasen eines Innovationsworkshops
Phase 1 – Einstimmung (15-30 Min)
Check-in, Vorstellungsrunde, Spielregeln, Energizer. Ziel: Alle kommen im Workshop an, Hierarchien werden aufgelöst.
Phase 2 – Problemverständnis (60-90 Min)
Tiefes Verständnis der Herausforderung entwickeln. Methoden: Stakeholder-Interviews, Customer Journey Mapping, Problem Statements formulieren.
Phase 3 – Ideengenerierung (90-120 Min)
Möglichst viele Ideen entwickeln, ohne zu bewerten. Methoden: Brainstorming, Brainwriting, Analogien, Worst Idea, Crazy 8s.
Phase 4 – Selektion & Vertiefung (60-90 Min)
Ideen bewerten, clustern und die besten weiterentwickeln. Methoden: Dot Voting, Impact/Effort Matrix, Concept Poster.
Phase 5 – Prototyping & Präsentation (60-120 Min)
Ausgewählte Konzepte greifbar machen und präsentieren. Methoden: Paper Prototypes, Storyboards, Elevator Pitches.
Bewährte Workshop-Methoden
Crazy 8s: 8 Ideen in 8 Minuten skizzieren – Quantität vor Qualität.
How Might We: Probleme als „Wie könnten wir…“-Fragen formulieren, die zum Lösungsdenken einladen.
SCAMPER: Systematische Kreativtechnik (Substitute, Combine, Adapt, Modify, Put to other uses, Eliminate, Reverse).
Business Model Canvas: Ideen in ein strukturiertes Geschäftsmodell überführen.
Dot Voting: Demokratische Priorisierung durch Klebepunkte.
Erfolgsfaktoren für gelungene Workshops
– Klare Zielsetzung: Was soll am Ende erreicht sein?
– Die richtigen Teilnehmer: Diverse, interdisziplinäre Gruppe mit Entscheidungskompetenz
– Erfahrene Moderation: Neutral, methodensicher, kann Energie halten
– Passende Räumlichkeiten: Kreativraum mit Platz, Whiteboards, Post-its
– Nachbereitung: Dokumentation, nächste Schritte, Verantwortlichkeiten
Typische Workshop-Formate
Halbtägig (4h): Fokus auf ein spezifisches Thema, schnelle Ergebnisse
Ganztägig (8h): Vollständiger Innovationszyklus von Problem bis Konzept
Mehrtägig (2-5 Tage): Design Sprint mit Prototyping und User-Tests
Virtuell: Online-Workshop mit Miro/Mural, kürzere Sessions, mehr Pausen
Häufige Fragen
Wie viele Teilnehmer sollte ein Workshop haben?
Ideal sind 5-8 Personen. Bei größeren Gruppen (bis 20) Arbeit in Kleingruppen mit Zwischenpräsentationen.
Wer sollte den Workshop moderieren?
Ein neutraler Moderator, der nicht inhaltlich beteiligt ist. Externe Innovationsberater können Hierarchien aufbrechen und neue Methoden einbringen.
Was kostet ein professioneller Innovationsworkshop?
Von 1.500€ für einen halben Tag bis 15.000€+ für mehrtägige Design Sprints mit umfassender Vor- und Nachbereitung.
Wie sichere ich, dass Ergebnisse umgesetzt werden?
Am Workshop-Ende: konkrete nächste Schritte, Verantwortliche und Deadlines definieren. Follow-up-Termine einplanen. Management-Commitment vor dem Workshop einholen.
