KMU-Digitalisierung
Definition
KMU-Digitalisierung bezeichnet die Einführung und Nutzung digitaler Technologien in kleinen und mittleren Unternehmen (unter 250 Mitarbeiter). Anders als bei Konzernen geht es bei KMU um pragmatische, ressourcenschonende Lösungen mit schnellem ROI.
Warum Digitalisierung für KMU überlebenswichtig ist
KMU, die digital aufgestellt sind, wachsen laut einer Studie der WKO doppelt so schnell wie nicht-digitalisierte Betriebe. Gleichzeitig hinken österreichische KMU im EU-Vergleich bei der Digitalisierung hinterher – eine Chance für Vorreiter.
Bei Point of New unterstützen wir KMU dabei, pragmatisch zu digitalisieren – ohne Buzzword-Bingo, mit echtem Geschäftsnutzen.
Die 5 Digitalisierungsstufen für KMU
Stufe 1: Digitale Grundlagen
– Professionelle Website und E-Mail
– Cloud-Speicher statt lokaler Server
– Digitale Buchhaltung (z.B. BMD, ProSaldo)
Investment: Gering, schneller Nutzen
Stufe 2: Digitale Prozesse
– CRM-System für Kundenmanagement
– ERP für Warenwirtschaft/Ressourcenplanung
– Digitale Workflows und Dokumentenmanagement
Investment: Mittel, signifikante Effizienzgewinne
Stufe 3: Digitale Kundeninteraktion
– E-Commerce/Online-Bestellung
– Kundenportal/Self-Service
– Marketing Automation
Investment: Mittel-hoch, neue Umsatzpotenziale
Stufe 4: Digitale Vernetzung
– IoT/vernetzte Maschinen
– Digitale Lieferkettenintegration
– Datenbasierte Entscheidungen/Analytics
Investment: Hoch, strategische Transformation
Stufe 5: Digitale Geschäftsmodelle
– Neue digitale Produkte/Services
– Plattform-Modelle
Investment: Hoch, Geschäftsmodell-Transformation
Quick Wins: Sofort starten
– Microsoft 365 / Google Workspace: E-Mail, Dokumente, Zusammenarbeit in der Cloud
– Einfaches CRM: HubSpot Free, Pipedrive, oder Zoho
– Online-Terminbuchung: Calendly, Microsoft Bookings
– Digitale Unterschrift: DocuSign, signaturit
– Buchhaltung: ProSaldo, FreeFinance, lexoffice
Förderungen für KMU-Digitalisierung in Österreich
KMU.DIGITAL: Beratung und Umsetzung, bis zu 4.000€ Zuschuss
aws Digitalisierung: Investitionsförderung für digitale Projekte
FFG Basisprogramme: Für innovative digitale Entwicklungen
Landesförderungen: Je nach Bundesland zusätzliche Programme
Die 5 häufigsten Fehler bei der KMU-Digitalisierung
1. Zu viel auf einmal: Lieber schrittweise als Big Bang
2. Technologie vor Strategie: Erst Prozesse verstehen, dann digitalisieren
3. Mitarbeiter nicht mitnehmen: Change Management vernachlässigen
4. Insellösungen: Systeme, die nicht miteinander sprechen
5. Zu billig kaufen: Kostenlose Tools sind oft teuer (fehlende Funktionen, Support)
Häufige Fragen
Wo fange ich mit der Digitalisierung an?
Dort, wo der größte Schmerz ist oder das größte Potenzial liegt. Oft: Kundenschnittstelle (Anfragen, Bestellungen) oder interne Zeitfresser (manuelle Prozesse).
Wie viel Budget brauche ich für Digitalisierung?
Von wenigen hundert Euro/Monat für Cloud-Tools bis zu fünfstelligen Beträgen für ERP-Einführungen. Starten Sie klein, skalieren Sie basierend auf ROI.
Wie finde ich den richtigen IT-Partner?
Referenzen aus Ihrer Branche, Verständnis für Ihre Prozesse (nicht nur Technik), nachvollziehbare Preismodelle, langfristige Partnerschaft statt Projektgeschäft.
Wie lange dauert Digitalisierung?
Einzelne Tools: Wochen. Umfassende Digitalisierung: 1-3 Jahre kontinuierlicher Arbeit. Es ist ein Prozess, kein Projekt mit Enddatum.
