SWOT-Analyse
Definition
Die SWOT-Analyse ist ein strategisches Planungsinstrument zur Bewertung von Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses), Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats) eines Unternehmens, Projekts oder einer Idee.
Die 4 Quadranten
Interne Faktoren (beeinflussbar)
Stärken (S): Was können wir gut? Was macht uns einzigartig? Wo haben wir Vorteile?
Schwächen (W): Wo haben wir Defizite? Was können andere besser? Was sollten wir vermeiden?
Externe Faktoren (nicht direkt beeinflussbar)
Chancen (O): Welche Trends können wir nutzen? Welche Marktlücken existieren?
Risiken (T): Welche externen Bedrohungen existieren? Was macht der Wettbewerb? Welche Veränderungen könnten uns schaden?
SWOT-Analyse durchführen
Schritt 1: Team zusammenstellen mit unterschiedlichen Perspektiven
Schritt 2: Interne Stärken und Schwächen identifizieren (ehrlich!)
Schritt 3: Externe Chancen und Risiken analysieren
Schritt 4: Matrix ausfüllen und priorisieren
Schritt 5: Strategien ableiten (TOWS-Matrix)
Von SWOT zu Strategie: TOWS-Matrix
SO-Strategien: Stärken nutzen, um Chancen zu ergreifen
WO-Strategien: Schwächen überwinden, um Chancen zu nutzen
ST-Strategien: Stärken einsetzen, um Risiken abzuwehren
WT-Strategien: Schwächen minimieren und Risiken vermeiden
Beispiel: Lokaler Einzelhändler
S: Persönliche Beratung, lokale Bekanntheit, treue Stammkunden
W: Begrenzte Öffnungszeiten, keine Online-Präsenz, höhere Preise
O: Trend zu lokal kaufen, Click & Collect, Social Commerce
T: Amazon, Online-Shopping, steigende Mieten
Tipps für bessere SWOT-Analysen
– Seien Sie ehrlich bei Schwächen – Schönfärben hilft nicht
– Fokussieren Sie auf die wichtigsten Faktoren (je 5-7 pro Quadrant)
– Nutzen Sie Daten, nicht nur Meinungen
– Beziehen Sie verschiedene Perspektiven ein
– Aktualisieren Sie regelmäßig – SWOT ist keine einmalige Übung
SWOT und Business Model Canvas
SWOT analysiert den Status Quo, BMC gestaltet das Geschäftsmodell. Beide ergänzen sich: SWOT kann Input für BMC-Elemente liefern (Stärken → Schlüsselressourcen, Chancen → Kundensegmente).
Häufige Fragen
Wie oft sollte man eine SWOT-Analyse machen?
Mindestens jährlich als Teil der strategischen Planung, oder bei signifikanten Veränderungen im Umfeld.
Wer sollte bei der SWOT dabei sein?
Führungsteam plus Vertreter aus verschiedenen Bereichen. Externe Perspektiven (Berater, Kunden) können wertvoll sein.
Ist SWOT noch zeitgemäß?
Als Rahmenwerk ja, aber man sollte es mit dynamischeren Tools kombinieren. SWOT ist statisch, Märkte sind es nicht.
Was sind typische Fehler bei der SWOT?
Zu vage bleiben, Wunschdenken bei Stärken, Risiken unterschätzen, keine Strategien ableiten, nicht regelmäßig aktualisieren.
