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Pitch Deck

Kurzfassung: Ein Pitch Deck ist eine kompakte Präsentation, mit der Gründer ihr Startup oder Geschäftskonzept Investoren, Partnern oder Kunden vorstellen. In 10–15 Folien vermittelt es Problem, Lösung, Geschäftsmodell, Markt, Team und Finanzierungsbedarf – klar, überzeugend und auf den Punkt.

Was ist ein Pitch Deck?

Ein Pitch Deck ist eine visuelle Präsentation – typischerweise 10–15 Folien –, die das Geschäftskonzept eines Startups oder Unternehmens kompakt zusammenfasst. Ziel ist es, das Interesse von Investoren, Partnern oder Kunden zu wecken und eine klare Handlungsaufforderung zu platzieren.

Das Pitch Deck ist das zentrale Kommunikationswerkzeug für Gründer: Es wird bei Investorengesprächen präsentiert, vorab per E-Mail verschickt und auf Startup-Events eingesetzt. Guy Kawasaki prägte die „10/20/30-Regel“: maximal 10 Folien, maximal 20 Minuten, mindestens 30pt Schriftgröße.

Der ideale Aufbau: 12 Folien

Bewährte Struktur für ein Investor-Pitch-Deck:

  1. Titel: Unternehmensname, Tagline, Kontaktdaten – der erste Eindruck zählt
  2. Problem: Welches konkrete Problem lösen Sie? Für wen? Die Jobs-to-be-Done der Zielgruppe verdeutlichen
  3. Lösung: Ihr Produkt oder Service – klar, verständlich, visuell. Wie lösen Sie das Problem besser als andere?
  4. Markt: TAM, SAM, SOM – wie groß ist die Marktchance? Daten aus der Wettbewerbsanalyse
  5. Geschäftsmodell: Wie verdienen Sie Geld? Pricing-Strategie, Umsatzströme, Unit Economics – visualisiert mit dem Business Model Canvas
  6. Traction: Bisherige Erfolge – Nutzer, Umsatz, Partnerships, Meilensteine. Beweis für Product-Market Fit
  7. Wettbewerb: Positionierungsmatrix – wo stehen Sie im Vergleich? Was ist Ihre USP?
  8. Go-to-Market: Wie gewinnen Sie Kunden? Vertriebsstrategie und Wachstumskanäle
  9. Team: Wer steht hinter dem Unternehmen? Relevante Erfahrung und Kompetenzen
  10. Finanzen: Umsatzprognose, Key Metrics, Break-Even-Zeitpunkt
  11. Ask: Was brauchen Sie? Finanzierungsbedarf, Verwendung der Mittel, angebotene Konditionen
  12. Vision: Wohin führt die Reise? Die langfristige Vision und nächste Meilensteine

Design und Gestaltung

Inhalt allein reicht nicht – die visuelle Qualität beeinflusst die Wahrnehmung:

  • Konsistentes Branding: Farben, Schriften und Bildsprache aus der Markenidentität verwenden
  • Wenig Text: Maximal 3–5 Bulletpoints pro Folie – das Deck unterstützt den Vortrag, es ersetzt ihn nicht
  • Datenvisualisierung: Zahlen als Grafiken, Charts und Diagramme – nicht als Textwände
  • Storytelling: Das Deck erzählt eine Geschichte: Problem → Lösung → Chance → Team → Ask
  • Professionelle Vorlagen: Tools wie Canva, Pitch oder Figma bieten Startup-Templates

Pitch-Deck-Typen

Je nach Zielgruppe unterscheidet sich der Fokus:

  • Investor Deck: Fokus auf Marktgröße, Traction, Team und Rendite-Potenzial. Die Finanz-Folie ist entscheidend
  • Kunden-Deck (Sales Deck): Fokus auf Problem, Lösung und konkretem Kundennutzen. Die Value Proposition steht im Zentrum
  • Partner-Deck: Fokus auf gemeinsame Synergien und Win-Win-Szenarien
  • Send-Ahead Deck: Zum Vorabversand – mehr Text, selbsterklärend, ohne Präsentator verständlich
  • Demo-Day Deck: Für große Bühnen – große Schrift, starke Visuals, maximal 5 Minuten

Die häufigsten Pitch-Deck-Fehler

  • Zu viele Folien: Mehr als 15 Folien ermüden – fokussieren Sie auf das Wesentliche
  • Kein klares Problem: Wenn das Problem unklar ist, interessiert die Lösung niemanden
  • Feature-Fokus statt Nutzen: Investoren interessiert nicht WAS Sie bauen, sondern WARUM es relevant ist
  • Unrealistische Zahlen: „Wir adressieren einen 50-Milliarden-Markt“ ohne Erklärung zerstört Glaubwürdigkeit
  • Wettbewerb ignorieren: „Wir haben keinen Wettbewerb“ ist keine Stärke – es zeigt fehlendes Marktverständnis
  • Team unterschätzen: Investoren investieren in Teams, nicht nur in Ideen
  • Kein klarer Ask: Ohne konkrete Handlungsaufforderung bleibt der Pitch wirkungslos

Praxistipps für einen überzeugenden Pitch

  • Die 30-Sekunden-Regel: In den ersten 30 Sekunden muss klar sein, was Sie tun und warum es wichtig ist
  • Storytelling nutzen: Beginnen Sie mit einer konkreten Geschichte – einem realen Kundenproblem
  • Zahlen belegen: Jede Behauptung durch Daten stützen – Traction, Marktdaten, Kundenfeedback
  • Üben, üben, üben: Die besten Pitch Decks scheitern an schlechter Präsentation
  • Feedback einholen: Pitchen Sie vor Nicht-Experten – wenn sie es verstehen, sind Sie auf dem richtigen Weg
  • Lean pitchen: Zeigen Sie, dass Sie validieren statt spekulieren

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Häufige Fragen zum Pitch Deck

Wie viele Folien sollte ein Pitch Deck haben?

10–15 Folien sind ideal für ein Investor-Pitch-Deck. Guy Kawasaki empfiehlt maximal 10 Folien. Für Demo-Days oder kurze Pitches reichen 5–7 Folien. Wichtiger als die Anzahl ist, dass jede Folie einen klaren Zweck erfüllt.

Brauche ich ein Pitch Deck auch ohne Investorensuche?

Ja – ein Pitch Deck ist auch für Kundengespräche, Partnerschaften, Bankfinanzierungen und interne Kommunikation wertvoll. Die Disziplin, das eigene Geschäftsmodell auf 10–15 Folien zu verdichten, schärft das strategische Denken und die Markenpositionierung.

Was kostet ein professionelles Pitch Deck?

Reines Design: 1.000–5.000 Euro. Strategische Entwicklung inklusive Story, Struktur und Design: 5.000–15.000 Euro. Viele Gründer erstellen das erste Deck selbst und lassen es dann professionell überarbeiten – ein guter Kompromiss aus Budget und Qualität.

Soll ich mein Pitch Deck vorab an Investoren schicken?

In der Regel ja – als „Send-Ahead Deck“, das ohne mündlichen Vortrag verständlich ist. Manche Investoren fordern es vorab an, andere bevorzugen einen Live-Pitch. Erstellen Sie zwei Versionen: eine zum Versenden (mehr Text) und eine zum Präsentieren (mehr Visuals).